Unico Treuhand AG

Ein Beispiel:

Vergleich FABI für selbständig Erwerbende und Angestellte

Anna Muster benutzt das Geschäftsauto (Kaufpreis 80'000 exkl. Mwst) auch privat. Der Arbeitsweg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz beträgt 40 Kilometer pro Weg. Anna Muster wird steuerlich folgender Betrag aufgerechnet:

Als Angestellte: Privatanteil auf dem Lohnausweis:

9.6% (0,8% pro Monat) von CHF 80'000 = CHF 7'680

Steuerliche Korrektur FABI:

Fahrtkosten:

Arbeitsweg 2 x 40 km = 80 km / Tag

Arbeitstage = 220 Tage x 80 km / Tag = 17'600 km

Kosten = 17'600 km x CHF 0.70 = CHF 12'320

FABI Auswirkung für Angestellte:

Ab dem 01.01.2016 kann in der Steuererklärung bei der Bundessteuer lediglich ein Abzug von CHF 3'000 als Fahrtkosten gemacht werden. Dies ergibt folgende Berechnung:

CHF 12'320 minus CHF 3'000 = CHF 9'320 zusätzliches Einkommen

Steuerliche Auswirkung:

Privatanteil CHF 7'680 plus FABI Korrektur CHF 9'320 = Total von Anna Muster zu versteuern: CHF 17'000

Als Selbständig Erwerbender Privatanteil auf dem Lohnausweis:

9.6% von CHF 80'000 = CHF 7'680

Als Selbständig Erwerbende müsste Anna Muster NUR CHF 7'680 versteuern. Für Selbständig Erwerbende gibt es weder beim Bund noch beim Kanton eine Fahrkostenbeschränkung. Das bedeutet, dass FABI für Einzelunternehmer nicht greift. Dieser Nachteil für Angestellte mit Lohnausweis ist vom Gesetzgeber so gewollt.

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